TATTOO BY GORAN

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Wie alles began
Vor Jahrtausenden bereits ritzten oder stachen sich die Menschen mit spitzen Gegenständen Holzkohle und Erde in die Haut. Die Bilder, die sich dadurch ergaben, schützten vor bösen Geistern, waren Ausdruck von Tapferkeit und Manneskraft oder zeigten schlicht, zu welchem Stamm man gehörte. Das Hautbild stand, egal in welcher Kultur, in symbolischem Zusammenhang mit Zeugung, Geburt & Tod sowie Kraft & Mut und dies sogar in den aufgeklärten Ländern des Abendlandes. Bis dort das späte Christum das sogenannte »Stechmalen« als Verunstaltung der göttlichen Schöpfung verurteilte. Entsprechend gingen die Missionare im 16. Jahrhundert auch in Amerika und Afrika gegen das blasphemische Ritual der Naturvölker vor.

Seefahrer als Vorreiter
Erst im 18. Jahrhundert wurde das »Stechmalen« wiederentdeckt. Der Seefahrer James Cook brachte von den Südseeinseln mit Prinz Omai einen Eingeborenen in die englischen Teestuben, der am ganzen Körper mit bunten Bildern übersät war. Vor allem aber die Matrosen zeigten sich angetan von den "Tatauierungen", wie die polynesischen Inselbewohner ihre Körperbilder nannten. Zur Erinnerung an die Reise in die Südsee ließen sich die Matrosen von den Eingeborenen kleine Bildchen in die Haut schlagen, anfangs nur ähnlich schwarze Tribals. Einige der Matrosen schauten sich sogar das Tatauieren ab, nannten es im englischen Sprachgebrauch »Tattooing« und erweiterten zunehmend die Motivauswahl der Ureinwohner um eigene, bekannte und inhaltsreichere Bildchen wie Palmen und Hula-Mädels.

Erste Tatoo-Shops
Bald schon gehörte das Tätowieren von Ankern, Herzen und anderen, maritimen Motiven zum guten Ton unter Seefahrern, und in den Hafenstädten eröffneten - auf Grund der großen Nachfrage - die ersten Tattoo-Shops. Zu Anfang wurde die Farbe noch auf traditionelle Weise mit spitzer Nadel und Hämmerchen in die Haut getrieben, doch im Dezember 1891 erfand Samuel O'Reilly die elektromechanische Tatöwiermaschine. Fortan ging das Tätowieren schneller, einfacher und – vor allem – schmerzfreier von statten. O'Reillys Erfindung ist noch heute, mit unwesentlichen Modifikationen, Standard in allen Tattoo-Studios.

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